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Kroatien
Das neue Fenster stand direkt vor der Öffnung. Der Kunde war vorbereitet. Die Monteure waren da. Das Werkzeug lag bereit. Eigentlich musste das Element nur noch eingebaut werden. Dann fiel auf, dass ein wichtiges Anschlussprofil fehlte. Das Fenster war geliefert. Auf dem Papier war dieser Teil des Auftrags erledigt. Für den Kunden war gar nichts...
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Der Monteur wartet auf das Material. Der Lieferant wartet auf die Freigabe. Der Kunde wartet auf einen Termin. Und die Person, die alles zusammenführen könnte, glaubt, dass die anderen bereits miteinander gesprochen haben. Nach außen sieht es ruhig aus. Kein sichtbarer Fehler. Keine kaputte Anlage. Keine offene Rechnung. Trotzdem verliert das Projekt gerade Geld. Jede...
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Die Frage kam zum dritten Mal. Welche Variante wollten wir einsetzen? Ich wusste, dass wir darüber gesprochen hatten. Irgendwo gab es auch eine Entscheidung. Vielleicht in einer E-Mail. Vielleicht im Besprechungsprotokoll. Vielleicht in einer Nachricht auf dem Telefon. Nur gefunden hat sie gerade niemand. Also wurde erneut diskutiert. Wieder mit denselben Argumenten. Und am Ende...
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Der Text war sprachlich korrekt. Deutsch oben. Kroatisch darunter. Termin, Aufgabe und gewünschtes Ergebnis waren ordentlich beschrieben. Trotzdem erwartete die eine Seite am Freitag eine fertige Entscheidung. Die andere Seite glaubte, bis Freitag erst einmal eine Rückmeldung geben zu sollen. Keiner hatte falsch übersetzt. Trotzdem hatten beide etwas anderes verstanden. Solche Situationen kenne ich aus...
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Ein Nein fühlt sich selten gut an. Nicht bei einem Kunden. Nicht bei einem neuen Projekt. Und schon gar nicht bei einer Idee, in die man sich selbst bereits ein bisschen verliebt hat. Ich kenne das. Da ist eine Möglichkeit. Ein Kontakt. Vielleicht sogar ein interessantes Angebot. Im Kopf beginnt man bereits zu rechnen. Wenn...
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Ich öffne eine deutsche Seite eines Herstellers. Moderne Produktion. Hohe Qualität. Flexible Lösungen. Kurze Wege. Zufriedene Kunden. Alles richtig. Und trotzdem weiß ich nach drei Minuten nicht, warum ich dort anrufen sollte. Nicht weil zu wenig erklärt wurde. Es wurde nur nichts gesagt, woran ich einen echten Menschen festmachen kann. Das betrifft nicht nur kroatische...
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Der deutsche Fachhändler hat zugesagt. Er möchte das Produkt testen. Die Konditionen sind besprochen. Der Musterkoffer steht im Laden. Und dann passiert vier Wochen fast nichts. Niemand hat abgesagt. Niemand ist unzufrieden. Der neue Partner ist einfach wieder in seinem Tagesgeschäft verschwunden. Angebote, Baustellen, Aufmaß, Reklamationen, Mitarbeiter … das neue Sortiment wartet geduldig in der...
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Das große Bauteil ist montiert. Der Kunde ist zufrieden. Vier Monate später fehlt ein kleiner Mitnehmer. Materialwert vielleicht zwölf Euro. Wirkung im Markt deutlich größer, weil die Anlage ohne dieses Teil nicht sauber läuft und niemand weiß, ob es in Deutschland, Zagreb oder Zadar liegt. Solche Fälle sind nicht spektakulär. Genau deshalb werden sie vor...
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estelle ich eindeutig? Wann kommt die Ware? Was benötige ich für die Montage? Und was passiert, wenn etwas fehlt? Wenn diese Antworten nur telefonisch verfügbar sind, wird jeder Auftrag zum Einzelprojekt. Das kann bei den ersten zwei Bestellungen noch funktionieren. Beim zehnten Auftrag wird es teuer … für beide Seiten. Deshalb braucht es keinen größeren...
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Eine halbe Stunde beim kroatischen Interessenten kann mehr bringen als drei Monate E-Mail-Verkehr. Sie kann aber auch komplett verpuffen. Nicht weil das Produkt schlecht wäre. Meist sitzt einfach zu viel mit am Tisch: der ganze Katalog, die Firmengeschichte, technische Möglichkeiten, Preislisten und die Hoffnung, dass der andere schon erkennt, was davon für ihn wichtig ist....
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ZaBo Consulting